Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte durch die europaeische Integration die Macht der Bundesrepublik Deutschland eingedaemmt werden, was jedoch nicht in dem gewuenschten Ausmass gelang: Aufgrund ihrer sicherheitspolitischen Bedeutung, ihrer geopolitischen Lage, der besonderen bilateralen Beziehungen zu den USA, zu Frankreich und zur Sowjetunion sowie ihrer wirtschaftlichen Leistungsfaehigkeit erlangte die Bundesrepublik in der Europaeischen Gemeinschaft/Union eine derart starke Position, dass sie ueber weite Strecken Richtung, Art und Ausmass der europaeischen Integration entscheidend mitbestimmte. Dabei traten die Bundesregierungen stets fuer eine Vertiefung der Integration ein, weil sie groesseren Nutzen daraus zogen als alle anderen Mitgliedstaaten. Mit fortschreitender Integration konnten die anderen Mitgliedstaaten sogar zur Unterstuetzung der deutschen Anliegen angemahnt werden, da sie sich im Zuge der Integration zu einem gemeinsamen Vorgehen in bestimmten Fragen und Politikbereichen verpflichtet hatten. Umgekehrt entzogen sie sich selbst diesen Pflichten. Aufgrund dieser konsequenten Verfolgung nationaler Ziele und Interessen durch Nutzung und Negierung gemeinschaftlicher Verpflichtungen erlangte die Bundesrepublik Deutschland jenen Status, den ihr manche Kritiker spaetestens seit Erlangung der deutschen Einheit bescheinigen: den einer Grossmacht.
| ISBN: | 9783631304327 |
| Publication date: | 1st November 1996 |
| Author: | Inge Schwammel |
| Publisher: | Peter Lang Edition an imprint of Lang, Peter, GmbH, Internationaler Verlag der Wiss |
| Format: | Paperback |
| Pagination: | 335 pages |
| Series: | Europaische Hochschulschriften : Reihe 31: Politikwissenschaft |
| Genres: |
Political science and theory |
Nach dem Zweiten Weltkrieg sollte durch die europaeische Integration die Macht der Bundesrepublik Deutschland eingedaemmt werden, was jedoch nicht in dem gewuenschten Ausmass gelang: Aufgrund ihrer sicherheitspolitischen Bedeutung, ihrer geopolitischen Lage, der besonderen bilateralen Beziehungen zu den USA, zu Frankreich und zur Sowjetunion sowie ihrer wirtschaftlichen Leistungsfaehigkeit erlangte die Bundesrepublik in der Europaeischen Gemeinschaft/Union eine derart starke Position, dass sie ueber weite Strecken Richtung, Art und Ausmass der europaeischen Integration entscheidend mitbestimmte. Dabei traten die Bundesregierungen stets fuer eine Vertiefung der Integration ein, weil sie groesseren Nutzen daraus zogen als alle anderen Mitgliedstaaten. Mit fortschreitender Integration konnten die anderen Mitgliedstaaten sogar zur Unterstuetzung der deutschen Anliegen angemahnt werden, da sie sich im Zuge der Integration zu einem gemeinsamen Vorgehen in bestimmten Fragen und Politikbereichen verpflichtet hatten. Umgekehrt entzogen sie sich selbst diesen Pflichten. Aufgrund dieser konsequenten Verfolgung nationaler Ziele und Interessen durch Nutzung und Negierung gemeinschaftlicher Verpflichtungen erlangte die Bundesrepublik Deutschland jenen Status, den ihr manche Kritiker spaetestens seit Erlangung der deutschen Einheit bescheinigen: den einer Grossmacht.
Deutschlands Aufstieg Zur Grossmacht Die Instrumentalisierung Der Europaeischen Integration 1974-1994 features in the following genres: Political science and theory
Deutschlands Aufstieg Zur Grossmacht Die Instrumentalisierung Der Europaeischen Integration 1974-1994 is available in Paperback
Deutschlands Aufstieg Zur Grossmacht Die Instrumentalisierung Der Europaeischen Integration 1974-1994 was written by Inge Schwammel and published by Peter Lang Edition an imprint of Lang, Peter, GmbH, Internationaler Verlag der Wiss
Deutschlands Aufstieg Zur Grossmacht Die Instrumentalisierung Der Europaeischen Integration 1974-1994 has 335 pages
Yes it is part of Europaische Hochschulschriften : Reihe 31: Politikwissenschaft series