English summary: Henri Hinrichsen (1868-1942) was the owner of the C.F. Peters Publishing Company, one of the most famous German publishers of music, at the beginning of the 20th century. Within the urban community of Leipzig, Hinrichsen distinguished himself by his diverse activities as a patron of the arts and his deep involvement in non-Jewish and Jewish organizations. Using this outstanding publisher of music and eminent representative of the upper middle class in Leipzig as an example, Erika Bucholtz increases the reader's awareness of the way in which the German-Jewish middle class took part in middle-class culture before 1933.
German description: Im Zentrum dieser Studie steht mit Henri Hinrichsen (1868-1942) ein judischer Musikverleger, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Inhaber eines der bedeutendsten deutschen Musikverlage war, des Verlags C. F. Peters, der im Dezember 2000 sein 200jahriges Jubilaum feiern konnte.
Am Beispiel eines herausragenden Verlegers und Reprasentanten des gehobenen Leipziger Burgertums ruckt Erika Bucholtz die aktive Rolle des judischen Burgertums bei der Mitgestaltung der deutschen und internationalen Musikkultur ins Blickfeld. Daruber hinaus illustriert sie die weitreichende Teilhabe des judischen Burgertums an der Ausbildung einer modernen stadtisch-burgerlichen Kultur.
Die Autorin analysiert anhand umfassenden Quellenmaterials aus nationalen und internationalen Archiven und Bibliotheken die Verlagspolitik des Unternehmers, das Verlagsprogramm der Edition Peters sowie die Beziehungen zu einzelnen Komponisten, wie beispielsweise Edvard Grieg und Max Reger. Henri Hinrichsen wird in dieser Untersuchung nicht nur als Verleger, sondern auch als Burger vorgestellt, der vielfaltige Ehrenamter wahrnahm und zahlreiche nichtjudische wie judische Vereine forderte. Sein ausgepragtes mazenatisches Engagement galt vor allem dem Bereich der Musikwissenschaft, aber auch der Madchen- und Frauenbildung: Zu den bedeutenden Stiftungen des Verlags zahlen die in Leipzig 1894 gegrundete Musikbibliothek Peters und die 1911 eroffnete Hochschule fur Frauen. Die Schilderung des lebensweltlichen Bereichs macht deutlich, dass fur Henri Hinrichsen die konfessionelle und sozio-kulturelle Zugehorigkeit zum Judentum selbstverstandlich war. Er war Jude, Burger und Deutscher.
| ISBN: | 9783161476389 |
| Publication date: | 6th August 2001 |
| Author: | Erika Bucholtz |
| Publisher: | Mohr Siebeck |
| Format: | Hardback |
| Pagination: | 367 pages |
| Series: | Schriftenreihe Wissenschaftlicher Abhandlungen Des Leo Baeck Instituts |
| Genres: |
Social groups: religious groups and communities Social and cultural history |
English summary: Henri Hinrichsen (1868-1942) was the owner of the C.F. Peters Publishing Company, one of the most famous German publishers of music, at the beginning of the 20th century. Within the urban community of Leipzig, Hinrichsen distinguished himself by his diverse activities as a patron of the arts and his deep involvement in non-Jewish and Jewish organizations. Using this outstanding publisher of music and eminent representative of the upper middle class in Leipzig as an example, Erika Bucholtz increases the reader's awareness of the way in which the German-Jewish middle class took part in middle-class culture before 1933.
German description: Im Zentrum dieser Studie steht mit Henri Hinrichsen (1868-1942) ein judischer Musikverleger, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Inhaber eines der bedeutendsten deutschen Musikverlage war, des Verlags C. F. Peters, der im Dezember 2000 sein 200jahriges Jubilaum feiern konnte.
Am Beispiel eines herausragenden Verlegers und Reprasentanten des gehobenen Leipziger Burgertums ruckt Erika Bucholtz die aktive Rolle des judischen Burgertums bei der Mitgestaltung der deutschen und internationalen Musikkultur ins Blickfeld. Daruber hinaus illustriert sie die weitreichende Teilhabe des judischen Burgertums an der Ausbildung einer modernen stadtisch-burgerlichen Kultur.
Die Autorin analysiert anhand umfassenden Quellenmaterials aus nationalen und internationalen Archiven und Bibliotheken die Verlagspolitik des Unternehmers, das Verlagsprogramm der Edition Peters sowie die Beziehungen zu einzelnen Komponisten, wie beispielsweise Edvard Grieg und Max Reger. Henri Hinrichsen wird in dieser Untersuchung nicht nur als Verleger, sondern auch als Burger vorgestellt, der vielfaltige Ehrenamter wahrnahm und zahlreiche nichtjudische wie judische Vereine forderte. Sein ausgepragtes mazenatisches Engagement galt vor allem dem Bereich der Musikwissenschaft, aber auch der Madchen- und Frauenbildung: Zu den bedeutenden Stiftungen des Verlags zahlen die in Leipzig 1894 gegrundete Musikbibliothek Peters und die 1911 eroffnete Hochschule fur Frauen. Die Schilderung des lebensweltlichen Bereichs macht deutlich, dass fur Henri Hinrichsen die konfessionelle und sozio-kulturelle Zugehorigkeit zum Judentum selbstverstandlich war. Er war Jude, Burger und Deutscher.
Henri Hinrichsen Und Der Musikverlag C. F. Peters features in the following genres: Social groups: religious groups and communities, Social and cultural history
Henri Hinrichsen Und Der Musikverlag C. F. Peters is available in Hardback
Henri Hinrichsen Und Der Musikverlag C. F. Peters was written by Erika Bucholtz and published by Mohr Siebeck
Henri Hinrichsen Und Der Musikverlag C. F. Peters has 367 pages
Yes it is part of Schriftenreihe Wissenschaftlicher Abhandlungen Des Leo Baeck Instituts series